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Wallfahrtsseite Walldürn

Einkehrtag 2012 in Thalau

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Abschlußgottesdienst Einkehrtag 2012 in Thalau

 

Den Kelch unseres Lebens erheben, halten und trinken

Zum Thema „Kelch unseres Lebens“ referierte Pfarrer und Doktorand Martin Stanke, München beim Einkehrtag der Walldürnwallfahrer im voll besetzten Bürgerhaus in Thalau/ Rhön. Am Beispiel des Gleichnisses von der Hochzeit zu Kanaan zeigte der Referent auf, dass Jesus nicht nur Wasser in Wein, sondern auch seine Jünger gewandelt hat. Sie seien aus Überzeugung zu Werkzeugen für Christus geworden. Gleichermaßen würden Menschen heute zu Werkzeugen und zum Segen, wenn sie sich von Gott wandeln ließen.
Die Fastenzeit lade ein, den Kelch Jesu und dessen Bedeutung für uns näher zu betrachten, so Pfarrer Martin Stanke. Beim „Kelch unseres Lebens“, stehe Brot für unsere Lebensgeschichte und Wein für das, was wir an Leiden und Freude bekommen würden. In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass die Wallfahrt zum Heiligen Blut nach Walldürn, wo das Altartuch das Abbild des Gekreuzigten mit den zwölf Veronicae trage, bekenne, dass Jesus „seinen Kelch getrunken“ und damit seinen Lebensauftrag erfüllt habe, uns Menschen durch seinen Tod und seine Auferstehung eine Zukunft über den Tod hinaus zu geben. Der Kelch des Lebens müsse würdevoll angenommen werden, zitierte der Referent den seligen Theologen Henry Newman. Würdevoll bedeute zum Ersten den Kelch erheben, indem man sein Leben annehme. Nicht alle Facetten seines Lebens könne der Mensch beeinflussen. Jesus aber habe uns ein Beispiel gegeben. Trotz der Verlassenheit und seiner Angst, sei Jesus mit Gott verbunden geblieben. Er hätte den Kelch des Kreuzestodes nicht annehmen müssen, aber seine Liebe zum Vater sei größer gewesen als die Todesangst. Jesus habe aus der Liebe im Leid Trost erfahren. Deshalb lasse auch Jesus uns Menschen im Leid nicht alleine, sondern gebe uns Hoffnung und Zuversicht. So würde aus Leid Freude werden.
Das Leben zu bejahen stecke in der zweiten Aussage „den Kelch halten“, so der Referent. Jesus habe durch seinen Tod Gemeinschaft gestiftet. Auch für uns wachse durch die Lebensbejahung die Möglichkeit auf andere zuzugehen. Bejahung heiße aber auch, das Leid anzunehmen. Wer das könne, dessen Leid wandele sich in Freude. Durch die Bejahung des eigenen Lebens würden wir zu Boten unseres Glaubens. Die Walldürnwallfahrt sei so ein Zeugnis des Glaubens für die Mitmenschen und gleichzeitig werde sie zu einem Segen. Als Drittes ergebe sich daraus den Kelch zu trinken. Heilige seien dadurch zu solchen geworden, dass sie ihre Lebenssituation ganz bewusst und aus Liebe zu Christus angenommen und so den Kelch ihres Lebens getrunken hätten. So sei auch unser Weg zum Heil, unseren Kelch des Leids und der Freude zu trinken. In diesem Bewusstsein sei unser Leben ein Leben der Hoffnung, der Zukunft und der Zuversicht.
Gemeinsam mit der Gemeinde feierten die Walldürnwallfahrer am Ende ihres Einkehrtages die Eucharistie, die Pfarrer Martin Stanke in der Thalauer Pfarrkirche zelebrierte. Musikalisch mitgestaltet wurde die Feier durch die Walldürnmusiker unter der Leitung von Günter Straub. Begonnen hatte der Einkehrtag traditionell mit dem Pilgerkreuzweg in der Thalauer Pfarrkirche.

Text Winfried Möller, Rasdorf

Einkehrtag in Thalau

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 Abschluss in Walldürn 2009

 
 
 
 
 
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