Wallfahrt 2011
Pressebericht von Bernd Stieglmeier Walldürn
Walldürn. (Sti.) Zwischen 5 und 10 Tagen beschwerlichen Pilgerwe-ges lagen hinter den 993 Wallfahrern und Pilgern der diesjährigen 305. Fulda-/ Eichsfelder-/Baunataler-/Unterfränkischen Fußprozession, als diese am Mittwoch – am Tag vor Fronleichnam – traditionsgemäß gegen 12 Uhr über die Fulda-Eichsfelder-Straße und die Fulda-Eichsfelder-Fußgängerbrücke kommend in Walldürn am ehemali-gen „Walldürner See“ eintraf, wo sie von Weihbischof Dr. Reinhard Hauke aus Erfurt, Stadtpfarrer und Wallfahrtleiter P. Josef Bregula OFM Conv., Bürgermeister Markus Günther, sowie weiteren Geistlichen und den Walldürner Ministranten mit ihren Fahnen empfangen und begrüßt und dann unter dem Geläut der Glocken zur Walldürner Wallfahrtsbasilika geleitet wurden. Die 963 Fußwallfahrer und Pilger legten diese traditionelle Fußwallfahrt nach Walldürn auch in diesem Jahr wieder nach einem vorausgegangenen Wallfahrtsamt in der Heilig-Geist-Kirche in Fulda gemeinsam zurück. Bereits zum 328. Mal jährte sich gar in diesem Jahr die Fußwallfahrt nach Walldürn von den Wallfahrtsteilnehmern aus dem Eichsfeld.
Mit den Wallfahrern kamen auch in diesem Jahr wieder über 40 Musiker sowie mehrere Geistliche und zahlreiche Sanitäter an. Angeführt wurde diese mithin älteste und wohl größte Walldürner Traditions-Fußwallfahrt in diesem Jahr bereits zum 18. Mal von Pilgerführer Gerhard Dehler, der die 963 Pilger zusammen mit seinem Stellvertreter Wilfried Möller und dem Pilgerführer aus dem Eichsfeld, Hermann Josef Montag und einem gut aufeinander eingespielten Organisationsteam die ganzen Tage über auf dieser beschwerlichen und anstrengenden Fußwallfahrt sehr umsichtig leitete und sicher bis ans Ziel führte, wobei sich auf dem letzten Teilstück vom ehemaligen "Walldürner See" bis zur Wallfahrtbasilika auch noch Weihbischof Dr. Reinhard Hauke (Erfurt), Stadtpfarrer und Wallfahrtsleiter P. Josef Bregula OFM Conv. und die übrigen Geistlichen sowie Bürgermeister Markus Günther in die große Schar der Fußwallfahrer einreihten.
Müde und erschöpft angesichts der harten Strapazen in den zurückliegenden Tagen, aber dennoch voller Freude und Zuversicht angesichts des erreichten Wallfahrtszieles, wurde die große Pilgerschar von dem „Walldürner Empfangskomitee“ sehr herzlich empfangen, gesegnet und unter dem Geläut der Glocken der Wallfahrtsbasilika die letzte Wegstrecke durch die Seestraße und Hauptstraße zur Gnadenstätte des „Kostbaren Heiligen Blutes“ in der Walldürner Wallfahrtsbasilika geleitet.
Dass auch in diesem Jahr wieder die Tradition des ursprünglichen Wallfahrens mit den besonderen Ausdrucksformen und religiösen Empfindungen gewahrt wurde, bewies einmal mehr die Tatsache, dass sich viele der Teilnehmer dieser 305. Fulda-Eichsfelder Fußprozession beim ersten Anblick der Walldürner Wallfahrtsbasilika zwi-schen Höpfingen und Walldürn spontan auf die Erde niedersinken ließen und später dann nach dem Einzug in der Wallfahrtsbasilika den traditionellen Fußfall vornahmen und dabei vor dem Hochaltar den Boden mit dem Mosaik des Schiffes Petri küßten.
Wieder einmal verweilten die Wallfahrtsteilnehmer dieser neben der Kölner Fußprozession ältesten und traditionsreichsten Walldürner Fußprozession nach der Ankunft in Walldürn in der Walldürner Wallfahrtsbasilika, um dort das „Kostbare Heilige Blut Jesu Christi“ in Form eines Blutkorporale am Blutaltar zu verehren und mit der Teilnahme an dieser körperlich doch recht strapaziösen Fußwallfahrt die tiefere innere Einstellung zum christlichen Glauben und zur katholischen Kirche besonders nachhaltig und eindrucksvoll zu dokumentieren und unter Beweis zu stellen.
Im Anschluss an den Einzug und die Begrüßung fand dann in der Walldürner Wallfahrtsbasilika noch ein von Weihbischof Dr. Reinhard Hauke aus Erfurt zelebriertes feierliches Pontifikalamt statt, in dessen Mittelpunkt die Wallfahrtspredigt stand, in der der Zelebrant, Weihbischof Dr. Reinhard Hauke aus Erfurt, vor allem auf das Leitwort der diesjährigen Walldürner Wallfahrt Zum kostbaren Heiligen Blut „Unser tägliches Brot gib und heute“ näher einging.
Stadtpfarrer und Wallfahrtsleiter P. Josef Bregula, OFM Conv. hieß zu Beginn dieses feierlichen Hochamtes neben den 963 Teilnehmern dieser 305. Fulda-/ Eichsfelder-/Baunataler-/Unterfränkischen Fußprozession vor allem den Zelebranten, Weihbischof Dr. Reinhard Hauke aus Erfurt, Bürgermeister Markus Günther, seine geistlichen Mitbrüder vom Orden der Franziskaner-Minoriten, die beiden Diakone Karl-Heinz Becker und Friedhelm Bundschuh sowie alle übrigen Konzelebranten auf das herzlichste willkommen und zeigte sich sehr erfreut und tief beeindruckt über die stattliche Teilnehmerzahl von 963 Pilgern und Wallfahrern, die diesen langen und beschwerlichen Fußmarsch angetreten hatten, um durch diese Fußwallfahrt sehr nachhaltig ihre tiefe innere Einstellung zum christlichen Glauben und zur Katholischen Kirche zu dokumentierten.
Ganz herzlich konnte er an diesem Mittwochmittag alle teilnehmenden Wallfahrer dieser traditionsreichen Fulda-Eichsfelder Fußprozession zusammen mit ihrem Pilgerführer Gerhard Dehler und dessen Stellvertreter Wilfried Möller, alle mitgepilgerten Priestern und Diakonen sowie die an dieser Fußwallfahrt teilnehmenden Pilger aus Walldürn an diesem Gnadenort „Zum kostbaren Heiligen Blut“ in Walldürn begrüßen und willkommen heißen. „Ich weiß, dass Euer Weg von Fulda und vom Eichsfeld hierher nach Walldürn in der vergangenen Woche oft schwer war und dass Euch auch das Wetter nicht immer gut gesonnen war. Trotzdem freue ich mich, dass Ihr wieder so zahlreich hier in unsere Wallfahrtsbasilika eingezogen sind“, so Stadtpfarrer P. Josef Bregula OFM Conv. im weiteren Verlauf seiner Begrüßungsan-sprache.
Die Pilger aus dem Eichsfeld und aus dem Raum Fulda hätten sich in Gemeinschaft auf den Weg gemacht - gemäß dem diesjährigen Wallfahrtsthema: „Unser tägliches Brot gib uns heute", das in der hei-ligen Schrift an zwei Stellen zu finden, allen Gläubigen aber einzig und allein von Jesus als Auftrag mitgegeben worden sei. Man wolle diesem Auftrag immer wieder in der Feier der Eucharistie nachkommen, die man nur auch zusammen mit den Teilnehmern dieser Fußprozession im Rahmen eines feierlichen Hochamtes in der Wall-fahrtsbasilika feiern wolle.
Stadtpfarrer P. Josef Bregula OFM Conv. schloss seine Begrüßungsan-sprache schließlich mit den Worten: „Mögen alle Teilnehmer dieser 305. Fulda-Eichsfelder Fußwallfahrt gestärkt durch diese Wallfahrt hierher nach Walldürn in ihren Alltag zurückkehren. Die Begegnung hier am Gnadenort zum Hl. Blut soll den Glauben noch vertiefen und uns Menschen dem auferstandenen Herrn Jesus Christus noch näher bringen.“
Abschließend dankte Stadtpfarrer und Wallfahrtsleiter P. Josef Bregula OFM Conv. insbesondere noch einmal Pilgerführer Gerhard Dehler, dessen Stellvertreter Wilfried Möller, der Pilgerführer aus dem Eichsfeld, Hermann Josef Montag, sowie allen anderen Priestern und Mitarbeitern des Organisationsteams namens der Kirche und namens der Katholischen Pfarrgemeinde Walldürn für die diesjährige erfolgreiche Durchführung dieser traditionsreichen Fulda-Eichsfelder Fußwallfahrt zur Gnadenstätte "Zum Kostbaren Heiligen Blut" in Walldürn. Allen Wallfahrtsteilnehmern sagte er noch einmal ein besonderes Dankeschön für alles Beten und Singen unterwegs zum Lobpreis Gottes und als sichtbares Zeugnis christli-chen Glaubens, ferner für alle unterwegs erbrachten und auf sich genommenen persönlichen Opfer und Entbehrungen.
Aufnahmen: Stieglmeier



